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Paarl

 

Afrikaanse Taalmonument: Es soll die Entwicklung des Afrikaans als eigenständige Sprache dokumentieren. Eine wichtige Rolle im Entwicklungsprozess spielte der aus Holland stammende Lehrer Arnoldus Pannevis. Er hatte beobachtet, dass die meisten Südafrikaner holländischer Abstammung ihre eigentliche Muttersprache kaum noch verstanden. Im Laufe der zu dem Zeitpunkt 200 jährigen Geschichte hatte das Niederländisch der Einwanderer durch den Einfluss anderer europäischer Immigranten sowie durch die Hottentotten und Malaien starke Veränderungen erfahren. 1875 wurde "Afrikaans" zur eigenständigen Sprache erklärt. Das Denkmal wurde nach den Entwürfen des Architekten Jan van Wyk errichtet. Seine Beschreibung: Afrikaans ist die Sprache, die Westeuropa und Afrika verbindet. Es schlägt eine Brücke zwischen dem großen, hellen Westen und dem magischen Afrika. Das Denkmal bietet einen herrlichen Blick über das Tal von Paarl und deren Weinländerein sowie zum Tafelberg.

 

Franschhoek:

 

Der Name bedeutet "Französisches Eck". Die Hugenotten, die in Frankreich wegen ihrer protestantisch-calvinistischen Überzeugungen verfolgt wurden, gründeten Franschhoek 1688. So fanden die fleißigen und kenntnisreichen französischen Siedler eine neue Heimat. Es wurde sich der Landwirtschaft und dem Weinanbau gewidmet. Das Hugenotten Denkmal erinnert an die Einwanderer. Familiennamen wie Du Toit, De Villiers, Le Roux oder Joubert sind in Südafrika, besonders in der Franschhoek Region, weit verbreitet. Das Denkmal aus Granit wurde zum 250-ig-sten Jahrestag der Hugenotten Immigration eingeweiht. Die drei Bögen stehen für die Dreifaltigkeit. Die Frau davor hält eine Bibel in der Hand. Die zerrissene Kette symbolisiert die Befreiung von den religiösen Fesseln. Im Hugenot Memorial Museum neben dem Denkmal findet sich die dokumentierte Geschichte.

 

Stellenbosch:

 

ist die zweitälteste Stadt Südafrikas und entwickelte sich aus einer Siedlung von holländischen Einwanderern, denen man im Jahre 1680 hier an den Ufern des Eerste Rivier Land geschenkt hatte. Gründervater war der damalige Gouverneur des Kaplandes, Simon van der Stel, der von der Schönheit und Fruchtbarkeit des Landes überzeugt, zu einer Siedlung aufrief. Mit dem Namen Stellenbosch, der in etwa mit "Stel's Busch" übersetzt werden kann, wurde eine kleine Insel im Eerste Rivier bezeichnet, wo van der Stel mit seinen Begleitern 1679 das erste Lager aufgeschlagen hatte. Schon einige Jahre später war der Ort so weit gewachsen, dass eine Verwaltungsbehörde und ein regionales Gericht etabliert wurden. Stellenbosch entwickelte sich als Grenzstadt und bildete das Tor zum damals wilden, unbesiedelten Hinterland im Osten. Obwohl katastrophale Feuersbrünste die Stadt mehrmals heimsuchten, wurden die meisten historischen Gebäude wieder sorgsam restauriert, so dass Stellenbosch heute zu den am best erhaltenen Städten aus der Gründerzeit der Kapkolonie zählt. Stellenbosch hat heute rund 50.000 Einwohner und ist Zentrum der wohlhabenden Weinbau-Region am Kap. Die Stadt besitzt zudem eine der renommiertesten Universitäten in Südafrika, unter anderem auch mit einer Fakultät für Weinbau. Unterrichtssprache war bislang Afrikaans. Erst in neuester Zeit wird auch in English gelehrt.

 

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